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Golfregeln und Änderungen ab dem 01.01.2012 |
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Es besteht für Golfanlagen die Möglichkeit der Öffnung der EDS-Runden auf dem Heimatplatz ohne jede Einschränkung in Bezug auf die Anzahl der Runden für alle Spieler von Hcp. -4,5 bis -54 (DGV-Vorgabenklasse 2 bis Clubvorgabe). Außerdem können auch EDS-Runden zukünftig wahlweise über 9 oder 18 Löcher gespielt werden. Vorgabewirksame Neun-Löcher-Wettspiele werden auch für Spieler der Vorgaben- klasse 2 (-4,5 bis- 11,4) möglich sein. Ziel ist es je Spieler möglichst viele vorgabenwirksame Ergebnisse und damit eine aktuelle Vorgabe zu erhalten. Der GC Siegerland wird daher sein Angebot entsprechend erweitern.
Die Berechnung des bisherigen und teilweise unbeliebten CSA ist vom Golfverband intensiv überarbeitet worden, so dass es zukünftig zu deutlich weniger Anpassungen kommen wird, als es bisher der Fall gewesen ist. 80 Prozent der Wettspiele bleiben künftig von Anpassungen unberührt. Die Anpassungen verändern ab 2012 zudem nicht mehr die Stablefordpunkte, die man „von der Runde mitbringt“, sondern verschieben bei extrem abweichenden Spielbedingungen ausnahmsweise die Pufferzone (Pufferzonenanpassung = CBA). Diese Änderungen werden zum Stichtag 02.04.2012 in die Computer aller Golfclubs aufgenommen.
Im Amateurstatut wird die schon in der Vergangenheit oft diskutierte Begrenzung für Hole-in-One-Preise auf der festgesetzten Runde aufgehoben.
Wirklich spürbar werden für die Golfspieler auch nur einzelne Anpassungen in den Golfregeln. So wird in Regel 6-3 die „5-Minuten-Regel“ zur Abschlagszeit als allgemein gültig integriert.
Daneben gestattet Regel 13-4. künftig, den Bunker auch vor dem Schlag zu harken, sofern die Spiellinie dadurch nicht verbessert wird.
Und in Regel 18-2 ist ab 2012 bei Bewegen des Balls nach dem Ansprechen eine Ausnahme vorgesehen, die die Strafe erlässt.
Jährliche Vorgabenüberprüfung
Die regelmäßige Überprüfung von Vorgaben ist seit langer Zeit ein wesentlicher Bestandteil des DGV-Vorgabensystems. Das Vorgabensystem kann mit den üblichen Herab- und Heraufsetzungen im Spielbetrieb nämlich in einer deutlichen Zahl von Fällen dem tatsächlichen Spielpotenzial eines Spielers nicht rasch genug gerecht werden. Kann es z. B. richtig sein, dass ein Spieler, dessen aktuelles Spielpotenzial fünf Vorgabenschläge schlechter als sein ausgewiesenes Handicap ist, zunächst eine Vielzahl von Wettspielen mit Heraufsetzungen um jeweils +0,1 / +0,2 absolvieren muss, bevor er wieder Freude am vorgabenwirksamen Spiel gewinnt? Erfasst werden nur solche Spieler, die überdeutlich erkennbar ein anderes Spielpotenzial zeigen, als es die Vorgabe ausdrückt. Sollte sich Ihr Spielpotential im Laufe des Jahres etwa aufgrund einer Erkrankung wesentlich verschlechtert haben, so sprechen Sie bitte sofort unser Sekretariat an. Ihre Anfrage wird dann vom Vorgabenausschuss bearbeitet und entschieden. Sie müssen also nicht bis zum Jahresende warten.
Vorgabenstatus
Das EGA-Handicap-System geht davon aus, dass Vorgaben, die über eine statistisch hinreichende Aussagekraft verfügen und damit überhaupt ein faires Nettospiel ermöglichen sollen, auf mindestens vier vorgabenwirksamen Ergebnissen pro Jahr beruhen müssen. Diese aussagekräftigen Vorgaben werden künftig vom DGV als „aktiv“ bezeichnet (bisher „aktuell“) und dieser aktive Status auf den Vorgabenstammblättern mitgeführt. Die inhaltliche Bedeutung bleibt unverändert. Nur Vorgaben, die als „aktiv“ gelten, können überhaupt der jährlichen Vorgabenüberprüfung unterliegen. Golfanlagen haben die Option, in ausgewählten Wettspielen (z. B. mit besonders begehrten Preisen) nur Spieler mit aktiven Handicaps innerhalb der Konkurrenz spielen zu lassen.
Apropos Vorgabe
Die Vorgabe ist eine Verhältniszahl. Die Zahlen beschreiben das Verhältnis der Spieler zueinander. Ziel ist der faire Wettbewerb um Nettopreise. Daher ist jede Vorgabe Eigentum der Golfgemeinschaft und nicht Eigentum des einzelnen Spielers. Erst recht ist die Vorgabe nicht als Statussymbol gedacht.
Wettspielabbruch
Muss ein Wettspiel abgebrochen werden, so ergibt sich die Frage: „Was machen wir mit den Ergebnissen, die bereits von den frühen Startern erzielt wurden?“ Zukünftig werden in diesen Fällen nur noch die Ergebnisse vorgabewirksam gewertet, die im Puffer liegen oder besser sind („Lucky Day“).
Spielführer Guido Steuber
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