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Erster Schnupperkurs in Deutschland für jugendliche Rollstuhlfahrer.
Bei Sonnenschein begrüßte Präsident Adolf Kretzer, Golfclub Siegerland e.V., am Samstagmorgen 12 jugendliche Rollstuhlfahrer mit ihren Begleitungen auf dem Golfplatz Siegerland nahe Kreuztal. Zum ersten Mal fand ein Golf-Schnupperkurs für Kinder und Jugendliche im Rollstuhl statt. In Zusammenarbeit mit der Medica-Technik aus Brachbach, dem Golfclub Siegerland e.V. und des amerikanischen Rollstuhlfahrers Anthony Netto wurde dieser Kurs organisiert, um den mit einem Handicap versehenen Teilnehmern, die Sportart näherzubringen.
Unter Anleitung von Anthony Netto konnten die jungen Teilnehmer in einem speziell für Behinderte entwickelten Rollstuhlcar „Paragolfer“ das Golfspielen kennenlernen. Der Golfprofi Netto reiste dazu direkt aus Florida ins Siegerland an. Anthony Netto, der Trainer des Deutschen Behinderten sportverbandes Golf Team ist und perfekt Deutsch spricht, motivierte die angereisten Kids mit seiner offenen und freundlichen Art.
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Netto, der 1994 bei einem Unfall queschnittsgelähmt wurde, therapierte sich selbst mit Golfspielen. Daraus entwickelte er unter dem Motto „Stand Up and Play“ eine eigene Therapie für Behinderte. Seine Erfahrung half ihm dabei, die Scheu der jugendlichen Behinderten gegenüber der fremden Technik in Neugier zu verwandeln. Der Golfprofi integrierte in dem Kurs auch die Geschwister und Eltern der behinderten Kinder. So das nach anfänglicher Zurückhaltung auf der Driving Range (Golf-Übungsplatz) bald fröhliches und ausgelassenes Treiben auf dem Platz herrschte.
Stefan Frisch, Medica Sport, zeigte sich zufrieden. »Wir freuen uns über die Resonanz. Schließlich ist es unser Ziel die Mobilität der jugendlichen Rollstuhlfahrer zu fördern.«
Medica Sport organisierte die für das Golfspielen notwendigen „Paragolfer“. Diese speziell entwickelten Cars für Golfer erlauben es dem Behinderten für einen Schlag aufrecht vor dem Ball zu „stehen“. Eine Vorrichtung hebt den Benutzer aus einer Sitzposition aufrecht. Gurte sorgen dafür, dass der Behinderte nicht aus dem Sitz herausfällt.
Den Kindern und Jugendlichen gefiel der „Paragolfer.“ Schnell kamen sie mit der Technik klar und schlugen ihre ersten Bälle. Dabei stellten sie sich nicht schlechter an, als jeder andere Golfneuling auch.
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